Cloud Computing / SaaS

Pro & Contra des Cloud Computing

 

Cloud Computing – Was ist das?

Unter Cloud Computing versteht man im Prinzip Bereitstellung von Computingdiensten (Server, Speicher, Datenbanken, Netzwerkkomponenten, Software, Analysefunktionen etc.) über das Internet.

Viele von uns nutzen heute bereits den ein oder anderen Online-Dienst im Internet, ohne sich darüber konkret Gedanken zu machen. Dazu gehören Funktionen wie das Versenden von E-Mails, die Online-Bearbeitung von Dokumenten oder das Abspielen von Videos oder Filmen.

Zusammengefasst:

“IT-Infrastruktur, welche beispielsweise über das Internet verfügbar gemacht wird. Sie beinhaltet in der Regel Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung.”

Quelle: Wikipedia

 
Die meisten Cloud-Dienste lassen sich in vier grundlegende Kategorien unterteilen: IaaS (Infrastructure-as-a-Service), PaaS (Platform as a Service) und SaaS (Software-as-a-Service) und serverloses Computing.

  • Software as a Service – Bereitstellung von Softwareanwendungen über das Internet zur Nutzung durch einen Endanwender.
  • Platform as a Service – Cloud Computing-Dienste, die eine bedarfsgesteuerte Umgebung für Entwicklung, Tests, Bereitstellung und Verwaltung von Softwareanwendungen bieten.
  • Infrastructure as a Service – bei „IaaS“ nehmen Sie IT-Infrastruktur – Server und virtuelle Computer, Speicher, Netzwerke Betriebssysteme – eines Cloudanbieters in Anspruch.
  • Serverloses Computing – ähnlich wie „PaaS“ mit Fokus auf das Erstellen von App-Funktionen.

 
Allerdings sind nicht alle Arten des Cloud Computing für jeden geeignet. Man unterscheidet mehrere Modelle, Typen und Dienste, um verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden.

Zu den Arten von Cloudbereitstellungen zählen: öffentliche Cloud, private Cloud und Hybrid Cloud.

  • Public Cloud – Sämtliche Ressourcen wie Server und Speicher werden über das Internet von externen Diensteanbietern bereitgestellt.
  • Private Cloud – Cloud Computing-Dienste, stehen ausschließlich einem bestimmten Unternehmen bzw. Nutzer zur Verfügung. Das Hosting wird lokal, aber auch von externen Dienstleistern übernommen. Dienste und Infrastrukturkomponenten werden allerdings in einem privaten Netzwerk verwaltet.
  • Hybrid Cloud – Kombination aus Public Clouds und Private Clouds, die über Technologien für eine gemeinsame Nutzung von Daten und Anwendungen verbunden sind.

 

Chancen & Vorteile der Datencloud

Mit der Einführung von Service-Dienstleistungen innerhalb des Cloud Computing verabschieden sich Unternehmen wie Privatanwender von der herkömmlichen Nutzung ihrer IT-Ressourcen.

Als Umstiegsgründe werden oft genannt:

  • Kostenreduktion durch verminderte Investitionskosten für den Erwerb von Hardware und Software
  • Geschwindigkeitsoptimierung, abhängig vom Diensteanbieter
  • Steigerung von Produktivität und Leistung durch Einsparung von IT-Administrationsaufwand
  • Bedarfsgesteuerte Bereitstellung von IT-Services
  • Verbesserte Agilität, freie Zusammenarbeit unabhängig vom Standort

Die neuen Technologien scheinen uns unendliche Möglichkeiten und Freiheiten zu geben. Sie bieten aber nicht nur Vorteile, sondern auch einige Risiken und Nachteile.

Wir haben diese wie folgt zusammengefasst:

 

Risiken & Nachteile der Datencloud
  • Problematische, teils unbeeinflussbare Sicherung des Datenschutzes
  • Arbeitstempo wird ggf. von der Internetverbindung beeinflusst, stabile Bandbreite ist erforderlich
  • Abhängigkeit zu einem Dienstleister / Drittanbieter
  • Wissensverlust durch Einbringung von weniger Eigen-Know-how
  • Fehlender Offline-Support bei Internetausfällen und -störungen

 

Fazit

Einer Nutzung von Internetdienstleistungen innerhalb einer Datencloud kann sich heute keiner – weder privat noch als Unternehmen – mehr entziehen.

Auch wenn die Entwicklung des Cloud Computing noch relativ „jung“ ist, springen nicht nur immer mehr Anwender, sondern auch Anbieter auf den Internetzug auf. Online-Dienste wie Dropbox, Google Drive und diverse mobile Apps kennen und schätzen wir mit wachsender Beliebtheit. Das Speichern von Daten in der Cloud wie von großen Softwareunternehmen angeboten, nutzen wir immer öfter.

Dennoch sollte man immer beide Seiten der Medaille berücksichtigen und die eigenen Chancen und Risiken vorsichtig abwägen. Gerade in puncto Datensicherheit können der Transfer und die permanente Speicherung sensibler Daten über das Internet Möglichkeiten zum Missbrauch öffnen. Unternehmensdaten könnten ungewollt von unberechtigten Dritten ausgelesen, manipuliert oder anderweitig verwendet werden.

 

K.O.-Kriterien für Cloud-Dienstleister

Die Anbindung an einen zuverlässigen Internet-Provider, optimalerweise mit Standort in Deutschland oder der EU zur Gewährleistung des Datenschutzes, sollte zu einem der wichtigsten Auswahlkriterien gehören.

Des Weiteren sind die für die gesicherte Übermittlung angebotenen Verschlüsselungsmethoden – der Datenverarbeitung angemessen – zu prüfen. Je nach Sicherheitseinstufung kann eine herkömmliche „Standardverschlüsselung“ nicht ausreichend sein, um personenbezogene Daten zu schützen.

Und zu guter Letzt muss der Dienstleister natürlich in der Lage sein, auch größere Datenmengen schnell, performant und redundant zu verarbeiten.

Hilfreiche Tipps zur Auswahl eines Cloud-Anbieters
 
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Via Microsoft Azure, Agile Unternehmen, Bildressource: Photo by Laura Davidson on Unsplash

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